Johann Sebastian Bach
Johannes-Passion
Sonntag, 22. März 2026, 17 Uhr
Heiliggeistkirche Frankfurt
Kaum ein Werk hat Johann Sebastian Bach über einen solch langen Zeitraum beschäftigt wie die Passion nach dem Evangelisten Johannes. Zu Lebzeiten sind im Zeitraum von 1724 bis 1749 mindestens vier Aufführungen nachweisbar – jedesmal in anderer Gestalt, teils mit tiefgreifenden Änderungen in der Struktur des Stückes wie auch im Detail.
Unermüdlich feilt der Schöpfer an seinem Opus, ergänzt Sätze, verwirft sie wieder, überarbeitet Instrumentation und Stimmführungen, schärft den Charakter und die Dramaturgie. Intensive Auseinandersetzung mit dem Text und der Theologie der Passion, ja geradezu ein Ringen um die musikalische Gestalt. Eine Fassung von letzter Hand wie bei der Matthäus-Passion existiert nicht.
Doch mit der Johannes-Passion haben wir ein klug gebautes, fein ausbalanciertes Oratorium von höchster musiktheatralischer Intensität, das Stoff für eine Oper bietet: eine packende Schilderung des Passionsgeschehens durch den Evangelisten, mitreißende Chöre voller schroffer Dissonanzen und Dramatik, expressive und innige Solo-Arien, die zum Reflektieren über das Erlebte einladen.
Und das Schönste: In den tief empfundenen Chorälen schwingt stets die Stimme der damaligen Gemeinde nach, die uns Heutige – Musizierende wie Hörende – immer wieder aufs Neue trifft und berührt.
Mitwirkende
![]() © Jo Dohse Photography |
![]() © Livia Hanson |
![]() © Christian Palm |
![]() © privat |
![]() © Martina Pipprich |
| Annemarie Pfahler Sopran |
Jonathan Mayenschein Alt |
Julian Habermann Tenor, Evangelist und Arien |
Florian Küppers Bass, Christusworte |
Hans Christoph Begemann Bass, Pilatus und Arien |
- Neue Hofcapelle Frankfurt
- Leitung: Christian Rohrbach
- Veranstalter: Cäcilien-Verein Frankfurt e. V.








